Kirchenchor St. Peter und Paul

Chorleiter Alexander Schmidt blickt in die Zukunft

Im Januar 2020, als noch kaum jemand an Corona dachte, bat mich Heinrich Thuy zu sich, um mir mitzuteilen, dass er Ende des Jahres seine Ämter als Organist und Chorleiter des Kirchenchores in Bad Camberg niederlegen werde. Er meinte, mit über 70 Jahren könne man ruhig mal einen Gang zurückschalten und bat mich, seine Nachfolge als Chorleiter anzutreten. Darüber musste ich erst einmal nachdenken, da es doch sehr große Fußstapfen sind, in die ich nachfolgen würde. Aber ich habe JA gesagt!

Leider verlief dann Heinrichs letztes Jahr ganz anders als wir uns das alle vorgestellt hatten. Er hatte noch so vieles geplant und konnte davon pandemiebedingt nur noch so wenig umsetzen!

Am 27.12.20 übergibt Heinrich Thuy Alexander Schmidt den Dirigentenstab

Auch jetzt ist es nach wie vor so, dass der Chor nicht gemeinsam proben kann. Ich wurde gefragt, wie ich mir die weitere Chorarbeit vorstelle. Anfang letzten Jahres hätte ich gesagt, warum soll ich viel anders machen, es war doch gut so. Nun haben wir eine ganz andere Situation und mein Ziel ist es, mittelfristig wieder mit dem gesamten Chor gemeinsam proben zu können, in der Hoffnung, dass doch die allermeisten dem Chor treu bleiben werden. Bis dahin möchte ich Gottesdienste wie an Karfreitag oder Ostern aber auch gelegentlich an Wochenenden mit einer Schola mitgestalten. Damit alle Chormitglieder, die dies möchten, auch mal zum Zuge kommen, soll in wechselnder Besetzung gesungen werden. Seien es Chorsätze oder einfach nur einstimmige Lieder aus dem Gotteslob. Es ist wichtig, dass die gute Chorgemeinschaft, die wir immer hatten, erhalten bleibt, auch wenn dies in solchen Zeiten nicht einfach ist. Immerhin konnte der Chor im Oktober 2020 unter Einhaltung aller Hygieneregeln sein 75-jähriges Bestehen in einem eigenen Festgottesdienst feiern.

Wenn dann diese Pandemie vorbei ist und wieder persönliche Treffen und vor allem auch gemeinsames Singen möglich sind, wird vieles im Chor bleiben wie es war. Es wird nach wie vor freitagsabends geprobt, wir werden weiter Festhochämter und andere Gottesdienste mitgestalten, es wird ein Adventskonzert geben, aber auch unsere Choraktivitäten wie Ausflüge, Probewochenenden oder gemeinsames Feiern soll es weiterhin geben!

Sicherlich wird sich auch einiges ändern – meine Art eine Chorprobe zu leiten wird anders sein als die von Heinrich, wir werden altbekannte aber auch neue Stücke singen, von meinem Amt als Vorsitzender werde ich natürlich zurücktreten (das wäre schon längst passiert ohne Corona). Wichtig ist doch, dass alle mit Freude im Chor dabei sind, und neue Mitglieder sind uns immer herzlich willkommen!

Auch unter Heinrich Thuy gab es im Chor niemals Stillstand – er kam oft mit neuen Ideen, teilweise auch ungewöhnlichen, und damit lag er doch fast immer richtig. Und so soll es auch in Zukunft weitergehen – kein Stillstand, sondern eine positive Weiterentwicklung des Chores!

Dr. Alexander Schmidt, Bad Camberg

3 Kommentare zu “Chorleiter Alexander Schmidt blickt in die Zukunft

  1. Kleinod

    Ich wünsche Alex und seinem Chor alles Gute für die Zukunft und hoffe, dass ich hier im Norden bald einen ebenso netten und guten Chor finden werde.
    Seid alle lieb gegrüßt von eurer „Ehemaligen“ aus Reichenbach, die in Wedel (neben Hamburg) gut angekommen ist.
    LG Brigitte K.

  2. Beate Louise Petzoldt

    Ich freue mich, dass es weiter geht – mit neuen Ideen, so wie bisher. Was Hein für den Chor und die gesamte Gemeinde geleistet hat, ist immens und Alexander: ja du trittst in große Fußstapfen, aber du musst sie ja nicht ganz ausfüllen und wirst deine eigenen hinterlassen. Da bin ich mir ganz sicher und diese werden ebenso beeindruckend sein.
    Da bin ich mir ganz sicher. Viel Glück und Erfolg dabei!

    Und für alle anderen, die das lesen: ich bin passives Mitglied und schon lange nicht mehr aktiv, weil ich seit 1981 in der Nähe von Kassel lebe. War in vielen Chören – aber keiner konnte – was den Kontakt und die Freude am Singen anbetrifft – dem Kirchenchor das Wasser reichen. Und ich weiß, wovon ich rede, denn meine Eltern und ich hatten große Schwierigkeiten in 1972 als Zugezogene Fuß zu fassen. Die Mitgliedschaft werde ich ins Grab mitnehmen. Da bin ich mir sicher.

    Herzliche Grüße an alle, die mich – noch – kennen und an alle anderen sowieso.

    Beate Petzoldt.

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